Der Jahresbericht 2018

Das Jahr 2018 zeichnete sich aus durch Beständigkeit in der Zusammensetzung des Stiftungsrates und des Stiftungsbeirates, durch eine gute und effiziente Zusammenarbeit aber auch durch finanzielle Verluste bei den Anlagen. Das Vermögen nahm ab, der Spendeneingang im Berichtsjahr war eher mässig aber stetig und vor allem durch kleinere Beträge bestimmt. Grundsatzbeschlüsse des Stiftungsrates in den vergangenen Jahren sorgten für Klarheit im Umgang mit Gesuchen. Der Aufwand bei Gesuchen blieb nach wie vor hoch, da bei der Mehrheit der Gesuche Rückfragen nötig waren und Unterlagen fehlten. Wenn sich die Gesuchstellenden auf Nachfragen nicht zurückmeldeten, wurde das Gesuch nach vorgängiger Benachrichtigung nach weiteren 4 Wochen als nicht bewilligt abgelegt.

Stiftungsrat

Am 9. April fand die einzige Stiftungsratssitzung des Berichtsjahres statt. Erfreulicherweise blieb die Zusammensetzung des Stiftungsrates weiterhin konstant. Seit drei Jahren können wir uns glücklich schätzen, gemeinsam zusammenarbeiten zu können. Das erleichtert die Kommunikation und sorgt für einen sehr effektiven Zeitaufwand, da alle mit den Inhalten und Abläufen bestens vertraut sind.

Stiftungsbeirat

In der Sitzung des Stiftungsrates vom 9. April wurde der Stiftungsbeirat für die Amtsperiode 2018-2021 gewählt. Es haben sich alle bisherigen Mitglieder wieder wählen lassen. Änderungen werden sich erst im nächsten Jahr aufgrund von Pensionierungen ergeben. Ideen, Rückmeldungen und eigene Initiative bei der Suche nach Spenden und finanzieller Entlastung bleiben eine wichtige Aufgabe.

Gesuche

Im Berichtsjahr wurden 106 (2017: 135) Gesuche bearbeitet. Davon wurden 56 (74) Gesuche für Einzelpersonen bewilligt und 10 (12) Institutionen erhielten unsere Unterstützung. 40 (47) Gesuche mussten leider abgelehnt werden.

Bei 13 Zahlungen an Einzelpersonen haben wir Reisen oder Ferien unterstützt, bewilligt wurden 11 Gesuche für Einrichtungsgegenstände wie z. B. Garderobe, Matratzen oder Kleidung, bei 10 Gesuchen haben wir einen Anteil an Zahlungen verschiedenster Art übernommen (z. B. Bettwanzenbeseitigung, Tierheim, Mobiltelefongebühren, Autoreparatur), Gesuche für Freizeitaktivitäten wurden 4 bewilligt (Alphornkurs, Mountainbike, Bäderabo, Reiten). Bei weiteren Gesuchen unterstützten wir Sprachkurse (4), den Kauf von Computern (2), Zahnoperationen und Nagelbehandlungen (4) oder den Kauf einer Brille (1).

Nicht bewilligt wurden Gesuche unter anderem wegen fehlender Unterlagen oder fehlender Rückmeldung, weil die Situation, auch bei Schulden, ungeklärt blieb oder weil das Gesuch zurückgezogen wurde aufgrund einer anderen Lösung. 14 Gesuche entsprachen nicht dem Stiftungszweck (u. a. keine psychische Erkrankung, Wohn- und Heimatort ausserhalb von Zürich, Mietkaution, Ausbildung, Psychotherapie).

An Einzelpersonen wurden Vergabungen in der Höhe von insgesamt 42‘702 CHF (2017: 57‘542.45 CHF) ausgezahlt. Vier psychiatrische Einrichtungen wurden mit insgesamt 7‘000 CHF (13‘000.00 CHF) für ihr Handgeld bedacht. Weitere sechs Institutionen erhielten 6‘300 CHF (6‘700.00 CHF) für soziale Anlässe psychisch Kranker, für Möbel und für die Aufrechterhaltung des allgemeinen Betriebes.

Spenden an die Zürcher Stiftung für psychisch Kranke

Weiterhin bleibt es eine wichtige Aufgabe, Spender für unsere eigene Stiftung zu finden. Das Vermögen nimmt ab, weil der Stiftungsrat beschlossen hat, auch bei geringeren Erträgen berechtigten Gesuchen im Rahmen der von den Statuten gegebenen Möglichkeit weiterhin zu entsprechen (Auszahlung bis maximal 10% des in der Bilanz am Ende des Vorjahres ausgewiesenen Stiftungsvermögens). Im Berichtsjahr wurden Briefe mit der Bitte um Spenden oder Kollekten an alle reformierten Kirchgemeinden im Kanton Zürich (ausser der Stadt Zürich wegen der Gemeindereform) verschickt. Wegen der langen Vorlaufzeit der Kirchgemeinden bei deren Spenden- und Kollektenplanung lässt sich der Ertrag dieser Aktion wohl erst in einem Jahr ermessen. Im Berichtsjahr gingen Spenden in der Höhe von 3‘583 CHF ein. Darunter waren bereits einzelne Kollekten und weitere Spenden von Privatpersonen. Allen Spender*innen danken wir herzlich und freuen uns über die Unterstützung, die wir dadurch den bedürftigen psychisch Kranken in unserem Kanton gewähren können.

Vermögenslage

Das Gesamtvermögen der Zürcher Stiftung reduzierte sich um 88‘360.03 (22‘047.46 CHF) auf 1‘167‘272 CHF (1‘255‘632.51) bei einem Spendenertrag von 3‘683.40 CHF (22‘801.05 CHF) und einem negativen Finanzerfolg der Anlagen von -31‘445.31 CHF (37‘474.72 CHF).

Dank

Allen Mitgliedern des Stiftungsrates und des Stiftungsbeirates sei herzlich gedankt für ihr grosses ehrenamtliches Engagement, ohne das die Arbeit unserer Stiftung zum Wohle vieler psychisch Kranker in unserem Kanton nicht möglich wäre.

Zürich, 08. April 2019

Markus Felss
Präsident

Hanspeter Flury
Vize-Präsident